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SPD Hilpoltstein

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13. Dezember 2018

Klartext bei der SPD-Mitgliederversammlung

Viel Kritik an der Politik der Bundes-SPD, viel Lob für den Einsatz beim Wahlkampf, viel Frauenpower bei den diesjährigen Ehrungen: Lesen Sie mehr über die Mitgliederversammlung der SPD Hilpoltstein.

Angesichts der desaströsen Umfragewerte und schlechten Ergebnisse der zurückliegenden Bayern-Wahl diskutieren die Genossinnen und Genossen an der Basis seit langem intensiv über Verbesserungen der sozialdemokratischen Politik in Bund und Land. Auch bei der letzten Mitgliederversammlung der SPD hagelte es erneut deutliche Kritik an der Rolle der SPD in der Großen Koalition.

„Wer sich nicht traut, kantige Haltungen einzunehmen, wird niemanden gewinnen.“ resümierte der Hilpoltsteiner SPD-Ortsvereinsvorsitzende Josef Götz die bisherige „Kuschelpolitik“ der mitregierenden Sozialdemokraten. „Die SPD muss auf Risiko setzen und bereit sein, sich wieder Gegner zu machen.“. Sie solle lernen, die Wähler wieder auf der emotionalen Ebene zu erreichen, klare Botschaften zu senden, vor allem klare Antworten auf die zentralen Fragen der Zukunft zu finden: Soziale Gerechtigkeit in der digitalisierten Welt, eine Beteiligung aller Bürger an der Rentenversicherung und der Abbau von sozialen Ungerechtigkeiten sind für den Hilpoltsteiner SPD-Chef Themen, für die er die Bundes-SPD in die Verantwortung nimmt.

Götz, der ebenso wie Bürgermeister Markus Mahl und etliche weitere GenossInnen aus Hilpoltstein von Anfang an kein Freund der GroKo war, sieht in der Koalition mit CDU/CSU für die SPD keine Chance, ihr eigenes Profil zu schärfen: „Die Klarheit und Radikalität, die die Partei braucht, sind in der derzeitigen Regierung nicht möglich.“

Auch die BayernSPD sei trotz aller Bemühungen der Vorsitzenden Natascha Kohnen nach wie vor viel zu blass. Das enttäuschende Landtagswahl-Ergebnis der SPD in Hilpoltstein spiegelte den Landestrend wider, lag aber sicher nicht am Kandidaten Marcel Schneider.

Lobende Worte fand Josef Götz gegenüber seinem SPD-Ortsverein: Das Engagement der Hilpoltsteiner GenossInnen beim Wahlkampf war hervorragend. Im Vergleich zu anderen Ortsvereinen im Landkreis sei die Mitgliederzahl in Hilpoltstein mit 70 GenossInnen stabil geblieben. Das Programm zur Wahl 2014, in deren Folge die SPD mit 9 Stadträten die stärkste Fraktion stellen konnte, sei bis auf wenige Ausnahmen, für die sich keine Mehrheit im Stadtrat fand, realisiert worden.

Zufrieden damit zeigte sich auch Bürgermeister Markus Mahl, der seine Ausführungen aufgrund des straffen Programms der Mitgliederversammlung auf zwei der wichtigsten Themen der Stadtpolitik beschränkte. Im Bereich „Kinder und Familie“ sei Hervorragendes erreicht worden: „Trotz Zuzug hat die Stadt es zusammen mit den Kita-Trägern geschafft, jeden benötigten Kita-Platz zur Verfügung zu stellen“. Auch die vorausschauende Investition in modernste Technik der Schulausstattung ernte viel Lob, insbesondere von neu an die Schulen gekommenen Lehrern. Sollte der im Koalitionsvertrag enthaltene Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für alle Grundschüler umgesetzt werden, muss in Hilpoltstein angebaut werden. Der derzeit einzügige Ganztagszug in Hilpoltstein fordere von den Lehrern schon jetzt viel freiwilliges zusätzliches Engagement, wofür der Rathauschef ausdrücklich vor allem Schuldirektor Peter Benz und dessen Stellvertreterin Ute Stengel-Freund lobte.

In Sachen Verkehrspolitik sei man auf dem richtigen Weg, unstrittig sei jedoch, dass die Belastung, insbesondere auch am Altstadtring, sehr hoch ist. Die SPD setzt weiter auf umweltfreundliche und nachhaltige Lösungen innerhalb der vorhandenen Verkehrswege, z.B. in Form von Reduzierung des Binnenverkehrs durch Optimierungen des Radwegenetzes, aber auch des ÖPNV-Angebots. Seit Anfang Dezember gibt es hier attraktive Verbesserungen: Die Anbindung an die Gredl wurde verbessert und die neue Schnellbuslinie zum Bahnhof Allersberg beginnt bereits ab Hofstetten. Eine deutliche Verbesserung konnte zudem für alle Ortsteile nach Hilpoltstein und wieder zurück erreicht werden: Hier gibt es nun ein Rufbussystem mit stark ausgeweitetem Angebot.

Ehrungen bei der SPD-Mitgliederversammlung 2018

Ein Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung langjähriger Mitglieder, die diesmal ganz im Zeichen von „Frauenpower“ stand. Hermine Krüger (2.v.li) und Ulrike Hilger (Mitte) sind seit 40 Jahren bei der SPD, Petra Groß (2.v.re) seit 25 Jahren. Josef Götz (li) und Markus Mahl übergaben Urkunden und rote Rosen.

 

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