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SPD Hilpoltstein

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23. März 2021

„Werkstatt Nachhaltigkeit“ gegründet

Mit welchen Impulsen erhält nachhaltige Stadtentwicklung mehr Profil und Gewicht? – Darüber berieten die teilnehmenden Gäste auf Einladung der Hilpoltsteiner SPD während einer Online Konferenz. Dass die SPD den richtigen Nerv getroffen hatte, zeigte die große Anzahl der interessierten Bürger*innen, die an der Konferenz teilgenommen haben und an konkreten Umsetzungsmöglichkeiten mitarbeiten wollen.

Schließlich soll ja demnächst ein von der Stadt eingerichteter überparteilicher Ausschuss Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung tiefer bearbeiten. Dieser hat allerdings – auch der Pandemie geschuldet – leider noch nicht getagt, so dass viel Zeit unnötig ins Land zieht, in der schon erste Vorstellungen entwickelt werden könnten.

Noch ist Nachhaltigkeit nicht hinreichend als kommunale Aufgabe anerkannt; die Aspekte werden noch nicht aufgabenübergreifend mitgedacht. Und solange der städtische Ausschuss noch nicht mit entsprechender Überzeugungsarbeit loslegen kann, sollten trotzdem schon Maßnahmen und Aktionen geplant und realisiert werden, die auch zu Pandemie-Zeiten möglich sind, um der Bedeutung des Themas noch mehr Gewicht zu geben und Überzeugungstäter*innen zu gewinnen.

Nachhaltigkeit auf allen Ebenen stärken
Der Grundgedanke ist natürlich nicht, Kommunalpolitik und –verwaltung aus der Pflicht zu nehmen und einmal mehr „nur“ auf die Verantwortung jedes/jeder Einzelnen zu zielen. Strukturen dafür zu schaffen, ist Aufgabe der Kommunalpolitik. Aber nachhaltige Entwicklung selbst kann zu allererst nicht ausschließlich „von oben“ verordnet werden. Immerhin – ein sozial verträgliches Wohnumfeld in guter Umweltqualität oder ein guter gesellschaftlicher Zusammenhalt bedeutet den meisten Menschen genauso viel wie Aktionen gegen Plastikfluten, nachhaltiges Bauen oder Bildung für nachhaltige Entwicklung, um nur einige Punkte zu benennen.

Warum also nicht stärkere Impulse setzen und mit Aktionen deutliche Schwerpunkte setzen?

Darum will sich die gegründete „Werkstatt Nachhaltigkeit“ kümmern. Dass es viele Schwerpunktthemen gibt, bewies die lange Liste an Ideen, die die Teilnehmer bereits im Vorfeld und während der Konferenz zusammengetragen hatten, zum Beispiel Vorträge und Veröffentlichungen zu Themen rund um den Garten, um Wohnen und Haus, um Textilien, um Ernährung und Abfallvermeidung oder rund um Mobilität. Der Bauernmarkt sollte mit Präsenzveranstaltungen einbezogen werden, indem auch dort über ein jeweiliges Schwerpunktthema näher informiert wird. Ein wichtiges Ziel für das Jahr 2022 könnte ein „Tag der Nachhaltigkeit“ sein – ein großer Markt der Ideen, an dem sich möglichst viele hiesige Vereine beteiligen, Diskussionen stattfinden und Mitmach-Aktionen angeboten werden sollen.

Bürgermeister Markus Mahl wies darauf hin, dass die Stadt selbst ja „auch nicht am Anfang steht. Es ist einiges bei uns passiert. Nicht zuletzt wurden wir bereits zum 2. Mal mit dem Fair Trade Town Siegel zertifiziert. Es gibt die grüne Haus Nr., die ENA kommt zur Beratung ins Rathaus – Beispiele, die zeigen, dass auch die Stadt sich bereits auf den Weg gemacht hat“.

Trotzdem waren sich alle Konferenzteilnehmer einig: Der gesamte Bereich „nachhaltige Stadtentwicklung“ verträgt es, auf 2 Beinen zu stehen – da ist einmal die Mitmachgesellschaft der Bürger*innen und zum anderen der noch städtische Arbeitskreis. Miteinander kann im Sinne der Nachhaltigkeit enorm viel erreicht werden. Schließlich gilt für alle, heute so zu handeln, dass nachkommende Generationen gleichwertige Lebensbedingungen haben wie die jetzige Gesellschaft, sowohl ökonomisch, ökologisch, sozial als auch kulturell.

Warum nimmt sich die Hilpoltsteiner SPD jetzt dieses Themas an? „Wir wollen nicht weiter warten, sondern den Stein ins Rollen bringen. Wir können Erfahrung (Ökomarkt, Bürgersolaranlagen usw.) und Kompetenz auf vielen Ebenen beitragen und auch mit entsprechender Technik unterstützen – daraus entstehen sollte aber eine parteiunabhängige Bewegung, in der wir natürlich stets mitarbeiten wollen“, betonen die Verantwortlichen. Nötig dazu ist ein breiter Konsens und viele, die mitmachen.

Der erste Aktionsschwerpunkt wird – jahreszeitgemäß – der „Garten“ sein, dem im Laufe des Jahres weitere Themen folgen werden. Aktuell wird eine virtuelle Plattform erstellt, auf der sich alle Interessierten miteinander vernetzen, diskutieren und auf dem Laufenden halten können.

 

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