Hip lebt vom Miteinander: Zusammenarbeit als Erfolgsrezept
Rückblickend glaube ich, dass wir in den letzten gut 18 Jahren meiner Amtszeit Hilpoltstein mit all seinen Ortsteilen gut entwickelt und zukunftsfähig aufgestellt haben. Ein Bürgermeister kann viel anstoßen und umsetzen, allein geht es allerdings nicht. Und wenn ich „wir“ sage, sind dabei der Stadtrat und unsere Verwaltung gemeint. Obwohl – oder vielleicht gerade weil – ich im Stadtrat nie eine „eigene“ Mehrheit hatte, haben wir dort intensiv diskutiert, manchmal auch heftiger gestritten, um letztlich gute Entscheidungen zu treffen. Bestimmt 95% unserer Beschlüsse wurden und werden einstimmig oder zumindest mit einer ganz großen Mehrheit getroffen.

Ohne unsere gut 140 MitarbeiterInnen aus Verwaltung, Bauhof, Kläranlage, Wasserwerk, Hausmeisterpool und Freibad ging aber nicht viel. Sie sind fachlich gut ausgebildet, motiviert, einsatzwillig und offen für Veränderungen und Neues. Und dann sind natürlich noch Sie da: die Bürgerinnen und Bürger, die uns in den Wahlen nicht nur ihr Vertrauen aussprechen, sondern laufend begleiten und mit dem unwahrscheinlich hohen ehrenamtlichen Engagement unsere Gesellschaft beleben, stärken und Hip so liebens- und lebenswert machen.
Spielräume, Lernräume, Zukunftsräume – Investitionen in die junge Generation



Ein Schwerpunkt unserer Arbeit gilt unseren Kindern und Jugendlichen. Bedarfsgerecht haben wir Kinderkrippen gebaut, KiTas erweitert (LBV, Hofstetten) oder neu gebaut (Dorotheenhöhe, Meckenhausen). Unsere Grundschule (GS) in Meckenhausen sowie die Grund- und Mittelschule in Hilpoltstein sind nicht nur baulich saniert, sondern insbesondere bzgl. Innenausstattung auf hohem Niveau. Regelmäßige Sanierungen und Ersatzinvestitionen sichern diese Standards. In der GS Meckenhausen bieten wir zwischenzeitlich 50 Hortplätze. In Hilpoltstein wurde ein Hort für 150 Kinder gebaut und aufgrund des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter ab Schuljahr 2026/27 erweitern wir diesen um weitere 120 Plätze. An allen unseren Schulen beschäftigen wir Schulsozialarbeiterinnen, die zusammen mit unserem Jugendreferat eine hohe qualifizierte Arbeit abliefern und super Angebote über das ganze Jahr im Programm haben. Darüber hinaus stehen zahlreiche Einrichtungen und Freizeitmöglichkeiten bereit: z.B. der Jugendplatz, das Jugendhaus, das Musikwerk, das Ferienprogramm oder unsere knapp 50 über das gesamte Stadtgebiet verteilten Spielplätze.
Kultur verbindet – Vielfalt als Stärke unserer Stadt


bei der Einweihungsfeier

Die Residenz hat sich zum Zentrum unseres kulturellen Lebens entwickelt: Hier wird kreativ gearbeitet, gedacht und Neues entwickelt. Unser städtisches Kulturangebot wird von Einheimischen wie Gästen ausgezeichnet angenommen, allseits gelobt und durch die vielfältigen Veranstaltungen der Vereine, Organisationen und Kirchen abgerundet. Diese unterschiedlichen Angebote sind der Kitt unserer Gesellschaft, die uns verbinden und unserer Gemeinschaftsgefühl stärken.
Von der Kultur zur Friedhofskultur – passt das? Ja! Wir haben dieses Thema rechtzeitig aufgegriffen und agiert. In den letzten 15 Jahren hat sich die Bestattungskultur deutlich gewandelt. Erdbestattungen gehen stark zurück, Urnenbegräbnisse nehmen dafür zu. Dies hat Auswirkungen auf unsere Friedhöfe: Selbst Familiengräber mit jahrzehntelanger Nutzung werden zurückgegeben und nicht mehr neu belegt. Deswegen haben wir in Hofstetten einen Friedhofsteil nur mit Baumbestattungen angelegt und sind gerade dabei, den großen Friedhof in Hilpoltstein sorgfältig, geräuschlos und unter Mithilfe vieler Gruppierungen zu einem würdevollen Ort der Trauer und Begegnung umzugestalten.
Wachsen mit Augenmaß – Stadtentwicklung für alle Generationen



Hilpoltstein bleibt attraktiv – sowohl in der Kernstadt als auch in den Dörfern. Unsere Stadt ist mittlerweile auf rund 14.000 Einwohner angewachsen – nicht nur aufgrund der Ausweisung großer Neubaugebiete in Hip und Meckenhausen, sondern auch, weil die Bevölkerungszahl in vielen Dörfern stabil geblieben oder sogar gewachsen ist. Das spricht für die lebendigen Strukturen vor Ort. Mit dazu beigetragen haben flächendeckende Investitionen in Infrastruktur, Feuerwehren und schnelles Internet. Wo möglich, haben wir kleine Baugebiete ausgewiesen oder Einbeziehungssatzungen beschlossen. Auch in der Innenstadt hat sich viel getan: Die Altstadtsanierung ist weitgehend abgeschlossen, der Grünzug vom Stadtweiher zur Försterwiese wurde neu gestaltet. Unsere Gastronomie und das vielfältige Kulturangebot beleben die Innenstadt. Einige Großprojekte stehen noch bevor, z.B. der soziale Wohnungsbau oder die Sanierung und Nutzung des alten Krankenhauses („Vorburg“: ein Bürger-Mitmach-Projekt ab Herbst).
Ein Hilpoltstein für alle – Zusammenhalt von Kernstadt und Dörfern



Früher hörten wir den Vorwurf, das ganze Geld ginge in die Stadt Hip und die Dörfer würden leer ausgehen. Diesen Vorwurf gibt es heute nicht mehr, denn wir haben das Geld immer dort ausgegeben, wo es nötig war. Das sieht man allein im Bereich der Daseinsvorsorge Wasser, Abwasser, Straßen. In Hip selbst werden immer wieder ganze Straßenzüge saniert und manche Dörfer fast komplett. Zuletzt Unterrödel, Weinsfeld oder auch Lay. Hierzu nur eine Zahl: Die kompletten Investitionen in den genannte Sparten beliefen sich allein in Lay auf 6,3 Millionen Euro. Die noch ausstehenden Investitionen in Hagenbuch/Häusern und Meckenhausen werden ein Mehrfaches betragen! Mit Fahrzeugen, Gerätschaften und persönlicher Schutzausrüstung sind unsere Wehren im gesamten Brandbezirk auf sehr hohem Niveau ausgestattet, das man im Landkreis so schnell nicht findet. Aber das bei den Wehren ausgegebene Geld ist bestens angelegt. Denn nur wenn wir unsere Aufgaben als Stadt erledigen, sind knapp 700 Männer und Frauen bei den 18 Freiwilligen Feuerwehren bereit, sich ehrenamtlich rund um die Uhr und das an jedem Tag im Jahr zu engagieren. Und dies tun sie mit einem extrem hohen Engagement was Ausbildung, Weiterbildung sowie Einsatzfähigkeit und –wille anbelangt. Gerade in den kleineren Ortschaften ist die Feuerwehr häufig zudem noch die einzige Organisation, in der sich das örtliche Leben konzentriert und die Gemeinschaft aufrecht erhalten wird. Dazu dienen auch die überall vorhandenen Feuerwehrgerätehäuser.
Inklusion in Hip: Gelebte Gemeinschaft
Was mich besonders freut: Inklusion ist in Hilpoltstein nicht nur ein Wort, sondern wird gelebt. Mit allen unseren großen Einrichtungen Regens-Wagner-Zell, Auhof und Lebenshilfe gibt es ein konfliktfreies Miteinander und einen regen Austausch untereinander. Zuletzt deutlich sichtbar beim Entstehen unseres neuen Leitbildes Hip 2040. Unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Behinderung wohnen, arbeiten und leben unter uns, sie bereichern unsere Gesellschaft.
Klimaschutz konkret: Vom LED-Licht bis zur Windkraft


Auch in Sachen Umweltschutz und Klimawandel sind und waren wir aktiv: Hilpoltstein war eine der ersten Gemeinden, die ihre Straßenlampen (zwischenzeitlich komplett) auf LED umgerüstet hat. Ergänzt werden die LED-Leuchten inzwischen durch einige Solarlampen. Es gibt kaum eine Kommune im weiten Umkreis, in der in den letzten Jahren so viele Geh- und Radwege zwischen den Ortsteilen gebaut wurden (gut 30 km) wie bei uns. Mit unserem Radverkehrskonzept gelingt es uns nach und nach auch im Zentralort, die Situation für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern – obwohl es uns häufig zu langsam geht. Der Ausbau der regenerativen Energien (Wasser, Sonne und Wind) schreitet im gesamten Stadtgebiet voran. Genauso wie viele private Hausbesitzer bestück(t)en auch wir unsere städtischen Dächer mit Solaranlagen: aktuell die Grundschule Meckenhausen oder auch das Technikgebäude im Freibad, das – wie auch im Bereich Wasserwerk und Kläranlage – zudem mit energiesparender Technik ausgestattet wurde. In die kommunale Wärmeplanung sind wir bereits eingestiegen und werden unser bestehendes Nahwärmenetz erweitern. Laden von E-Autos? Ist in Hip durch den Bau zahlreicher öffentlicher E-Tankstellen kein Problem.
Starke Bilanz, klare Zukunft: Hilpoltstein auf solidem Fundament
Mit diesem kleinen Rückblick will ich aufzeigen, dass wir mit unseren zur Verfügung stehenden Mitteln viel erreicht haben. Hilpoltstein gehört traditionell nicht zu den finanzstärksten Kommunen. Aber durch gute Ansiedlungspolitik und Erweiterung des Gewerbegebiets Kränzleinsberg konnten vermehrt Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen werden. Zudem ist es uns gelungen, die Verschuldung von fast 8 Mio. Euro aktuell auf Null zu reduzieren. Und dies trotz riesiger Investitionen und ohne Aufbau eines Investitionsstaus zu Lasten der kommenden Generationen.





